Illustration

Carolin Oelsner

Spinnenpapier

In den Fotoalben unserer Eltern und Großeltern findet es sich noch, das dünne Transparentpapier aus Pergamin mit seinem geprägten Spinnennetzmuster. Es ist nicht nur eine optische Besonderheit, denn es raschelt auch beim Umblättern. Spinnenpapier ist holzfrei und meist weiß satiniert. Bis Anfang der 1960er Jahre war es unerlässlich, denn Fotopapier hatte damals eine klebrige, bei Feuchtigkeit aufquellende Galantine-Beschichtung, die dazu führte, dass Fotos in den Alben zusammenkleben. Das ganzflächige, dünne Zwischenlagenpapier verhinderte das. Heute erledigt das eine dünne Kunststoffbeschichtung auf den Fotos. Spinnenpapier ist deshalb ein nostalgisches Relikt der Vergangenheit. Schade eigentlich!

Comic Sans

Sie gehört auf jeden Fall zu den Schmunzel-Schriften. Ihr Name verrät es schon: Die COMIC SANS erinnert an die Handschrift in den Sprechblasen von Comics. Vincent Connare hat sie im Jahr 1994 für Microsoft speziell zur Benutzerführung der Software Microsoft Bob entwickelt. Für den unerfahreneren PC-Nutzer! Leider passte die Schrift nicht in die vorgesehenen Sprechblasen. So blieb sie liegen, bis sie 1995 endlich im 3D Movie Maker ihren Dienst antreten durfte. Heute kennt die Comic Sans jeder, sicher auch, weil sie für andere Systeme kostenfrei zu haben ist. Zweifellos polarisiert diese Schrift! Bei Profis ist sie nicht sonderlich beliebt. Bei Laien umso mehr: In Kanada gab es  sogar eine 25-Cent-Gedenkmünze mit der COMIC SANS, um den "spielerischen Humor der Kanadier" zu spiegeln. Durchaus gelungen!

Naturpapier

Umweltbewusstsein macht auch vor dem Druck nicht halt. Gut so. Beim Naturpapier bleibt die Oberfläche unbeschichtet und unveredelt. Es besteht nur aus verklebtem Pflanzenfasern und gilt deshalb als "ungestrichen". Entsprechend saugstark ist es zur Druckfarbe - und damit ungeeignet für feinste Rasterpunkte und brillante Fotomotive. Aber kostengünstiger, vor allem dort, wo Bilder nur Textauflockerungen sind: in Zeitungen, Magazinen oder Taschenbüchern. Mit seiner einzigartigen HAptik steckt im Naturpapier aber auch viel sinnliches Potential. Das reizt uns, gerade weil es so herausfordernd ist auch farbig exzellent zu bedrucken.

Hanfpapier - Das Uralte

Aus Hanf gewonnener Zellstoff ist die Basis – und zwar schon ewig. Das älteste Papier aus Hanffasern gab es schon 140-87 v.Chr. in China. Im 14. Jahrhundert war es dann auch bei uns üblich. Sogar die Gutenberg Bibel bestand aus besonders dünnem Hanfpapier. Heute wird es zu 95% für Zigarettenpapier genutzt. Es ist sehr reiß- und nassfest und kann deshalb auch viel leichter und öfter recycelt werden. Zumal man aus Hanf ca. 5 x so viel Papier herstellen kann, wie aus Holz auf der gleichen Nutzfläche. Und es wächst viel schneller, kann also 3 x jährlich geerntet werden. Allerdings benötigt Hanf eine deutlich höhere Anbaufläche als Bäume.

 

 

 

Karl - Der Kastenaufleger

Karl ist noch ziemlich neu in der Thieme Produktfamilie. Dafür ist er aber schon ganz schön eingebildet! Er hält sich für ein megainnovatives Werbemittel, nur weil vor ihm noch niemand auf die Idee kam, Getränkekisten mit einem perfekt passenden Aufleger aus stabiler Pappe zu verstehen. Na ja, vielleicht sind seine Papiergeschwistern ja auch nur neidisch. Denn immerhin hat er den Mut, sich ohne Murren vorne und hinten mit Werbung aller Art bedruckt zu lassen. Das macht er aber auch nur, weil er dann in die aufregende Welt der Getränke- und Supermärkte hinaus darf!

 

Bert - Der Bierdeckel

Lange Zeit hatte Bert echte Komplexe, weil er so viel dicker ist, als seine Papiergeschwister. Außerdem war er frustriert, weil er immer unten liegen musste! Bis ihm mal jemand gesagt hat, dass er sich doch als ebenso praktischer wie schöner Werbebotschafter einen Namen machen könnte. Einer wie keiner sozusagen. Seitdem kann Bert gar nicht genug davon kriegen, sich rund oder eckig und in allen erdenklichen Farben, sich ständig neu zu erfinden. Wir lassen ihn einfach machen!

Wir pflanzen Bäume

Ist Drucken ökologisch?

Nein, aber wir versuchen alles, um unsere Prozesse so nachhaltig wie möglich zu gestalten und wir pflanzen Bäume.

Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch CO2-Kompensierung und zum Aufbau klimaangepasster Waldbestände.

Für jeden Auftrag pflanzen wir eine Stileiche im Landschaftsschutzgebiet der Meißner Bosel.

Ein Lieblingstag!

Dienstags und Freitags laufe ich immer besonders gern durch die Werkhallen.

Da wird nämlich Holzschliffpappe bedruckt - auch Bierdeckelkarton genannt.

Dieses nachhaltige Material ist aber ganz und gar nicht nur für Bierdeckel geeignet....